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A. Lange & Söhne 18k Gold Prof. Graff Renaissance Gehäuse mit Etui & Zertifikat 1884 150g. 54mm. Langes Patentierter Feinregulierung Qualität 1A
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A. Lange & Söhne 18k Gold Prof. Graff Renaissance Gehäuse mit Etui & Zertifikat 1884 150g. 54mm. Langes Patentierter Feinregulierung Qualität 1A

18.500,00 €

Deutschland Deutschland

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Firma: Antiquitäten carsten berger
Ort: 10707 Berlin
Land: Deutschland
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Technische Daten

Geschlecht Herren/Unisex
Typ Armbanduhr
Zustand Sehr Gut
Gehäusematerial Rotgold
Zifferblattfarbe Sonstige
Ziffern Römisch
Werk Handaufzug
Gangreserve 32 h
Steine 20
Glas Mineralglas
Durchmesser 54 mm
Höhe 16.0 mm
Wasserdicht Spritzwassergeschützt
Box Vorhanden
Echtheitszertifikat Nicht vorhanden

Beschreibung laut Anbieter

A. Lange & Söhne Glashütte Renaissance Savonette- Taschenuhr in schönem Zustand mit Etui & Zertifikat, 18k Gold 1884

Hochwertiges Qualitätswerk mit Diamantdeckstein von 1882. Professor Graff Gehäuse und A. Langes Patentierter Feinregulierung mit Rechen und Trieb. Gehäusegoldgewicht ca. 98g.

Durchmesser 54 mm , Gewicht 149g, Werk Nr. 16 335, Gehäuse Nr. 16 335.

Verkauft für 590,- Mark am 30. März 1882 an den Lange & Söhne Generalvertreter Dürrstein & Co. Dresden für 590,00 Reichsmark.

18k Rotgoldgehäuse in der Form "Jürgens“ mit allseitig handgravierter und ziselierter Renaissance Dekoration. Ausführung der gravuren wohl von Gustav Gerstner, ansässig in Glashütte ab 1875. Der Vorderdeckel mit kleinem Monogram „AS“. 18k Gold und Punze in allen Deckeln, der deutsche Reichsgoldstempel und der Lange und Söhne - Hosenbandorden waren zu dieser Zeit noch nicht eingeführt. Die Cuvette hat eine Randguillochierung und ist im Spiegel signiert Lange & Söhne Glashütte B/ Dresden, Rubin & Diamant, Anker, 20 (Steine). Das Gehäuse ist in schönem Zustand fast ohne Tragespuren.

Graviertes und ziseliertes, silbernes Renaissance-Ziffernblatt mit aufgelegten ziselierten und getriebenen Golddekorationen. signiert "A. Lange & Söhne Glashütte B/ Dresden", römische Zahlen, versenkte kleine Sekunde bei 6. Goldene Lochzeiger. Das Zifferblatt ist sehr schön erhalten.

Glashütter 3/4 Platinenwerk, Kaliber 45, Werksverglasung Qualität 1A, gekörnt, vergoldet und signiert. Kompensationsunruh mit Goldschrauben. Handgravierter Unruhkloben. Diamantdeckstein auf der Unruh, Langes Patentierter Feinregulierung mit Rechen und Trieb. Goldanker und Goldankerrad. Gebläute Unruhefeder mit Endkurve, gebläute Schrauben. Sonnengebürstete Aufzugsräder. Kronenaufzug. Signiert mit "A. Lange & Söhne Glashütte b/ Dresden" Nr. 16 335. Das saubere Uhrwerk läuft perfekt.

A. Langes Patentierter Feinregulierung mit Rechen und Trieb wurde 1878 für ein Neuartige spezielle Unruhe konzipiert und wurde in Ankerchromometer verbaut. Diese Unruhe setzte sich nicht durch, der Rechen-Feinregulierung verschwand allmählich und würde nur selten verbaut.

Das abgebildete Lange & Söhne Etui und das Zertifikat des Deutschen Uhrenmuseums Glashütte liegen der Uhr bei.

Insgesamt ist die Uhr in einem ausgezeichneten Zustand. Vom Uhrmacher gereinigt und auf Funktion überprüft.

Mit Zertifikat des Uhrenmuseums Glashütte und Kopien aus den Registern, die die Herstellung der vorliegenden Uhr und ihren Verkauf an Dürrstein & Co. Dresden 1882 für den Betrag von 590 Reichsmark bestätigt und dokumentieren, das diese Uhr in den Verkaufsbüchern mit dem vorliegenden Gehäuse im Stil von Professor Graff ausgestattet ist.

A. Lange & Söhne, Glashütte bei Dresden, gegründet 1845 von Ferdinand Adolf Lange, produzierte eine Vielzahl verschiedener Gehäuse, wobei die sogenannten Professor-Graff-Gehäuse die aufwendigste und teuerste Version waren. Die Dekoration dieser Gehäuse wurde von Professor Carl Ludwig Graff (1844-1906) entworfen, einem Geheimen Hofrat und Direktor des Königlichen Kunstgewerbemuseums für Sachsen, der 1879 Professor wurde. Die Entwürfe wurden vor allem von der Architektur der Renaissance (Bögen mit floralen Mustern) und der Literatur (balzende Vögel, Widderköpfe, Füllhorn mit Früchten, Bänder, Weinblätter) inspiriert.

Während der Regierungszeit Wilhelms II. erfreuten sich Uhren mit überdimensionalen und reich verzierten Gehäusen enormer Beliebtheit; besonders begehrt waren schwerere Gehäuse, die mit Edelsteinen besetzt und/oder aufwendig ziseliert und graviert waren. Emil Lange erkannte diesen Trend und trug maßgeblich dazu bei, das Unternehmen bei der Entwicklung von Uhren voranzubringen, die dieser Nachfrage gerecht wurden. Die Gravuren auf dem Gehäuse dieser Uhr basieren auf Entwürfen von Professor Carl Ludwig Theodor Graff (1844–1906), dem Direktor der Königlichen Kunstakademie und des Kunstmuseums in Dresden. Graffs Entwürfe basierten auf Themen der Renaissance und umfassten eine Vielzahl von Elementen, von Früchten, Ranken, Widderköpfen, Vögeln und Bändern bis hin zu architektonischen Motiven. Eines von Graffs „Markenzeichen“ war der Kopf der Minerva, der von den hochqualifizierten Gehäuseverzierern häufig in eine zentrale Kartusche integriert wurde, entweder als polychrome Emaillemalerei oder als ziselierte und gravierte Medaillon.

Beispiele für Motive und Entwürfe von Professor Graff finden sich bei Reinhard Meis, A. Lange & Söhne – Die Uhrmacher von Dresden, Band II, S. 122–127, Tafeln 345–364. Die Patent Feinregulierung finden Sie auf s. 108.

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